Canal Info de la Commune de Mersch
 
Mersch und seine Sektionen

     

Genau wie Mersch erheben sich die benachbarten Dörfer, welche die Gemeinde Mersch bilden auf urältestem Kulturboden. Freilich wissen wir über die einstigen Bewohner aus römischer oder gar keltischer Zeit unserer engeren Heimat sehr wenig. Reste von zufälligen Funden und Grabungen vermögen uns Kunde von grauer Vorzeit zu geben. Manche bewaldete Bergketten rings um Mersch tragen sogenannte Fliehburgen um sich gegen die eindringenden Germanen zur Wehr zu setzen oder bestanden diese uralten, moos - und flechtenüberwucherten Festungswerke bereits in vorkeltischer Zeit?

58-50 vor Christus hatte Julius Caesar die Gegend zwischen Mosel und Rhein erobert. Fast 500 Jahre war unser Gebiet ein Teil des gewaltigen Römerreiches, wobei die unterworfenen Völker mit den Römern mehr oder weniger friedlich zusammenlebten. Allmählich drohte von Osten her Gefahr. Die friedliche Zeit der römischen Kolonisation ging ihrem Ende zu. Bald beherrschten die Franken die ehemals römischen Gebiete. Die zahlreichen fränkischen Siedlungen erkennen wir alle mit dem Suffix "-ingen". Auch die Endsilben "-heim" und "-dorf" verraten Siedlungen, die aus der Zeit der fränkischen Landnahme herstammen. Zu Beginn des 6. Jahrhundert war der Völkersturm aus dem Osten beendet. Es folgte nun die Herrschaft der Merovinger und Karolinger, deren Könige das Land in Gaue einteilten. In unserer Gegend dürfte im 9. Jahrhundert NITHARDUS, dessen Person noch immer nicht einwandfrei von unseren Historikern enträtselt ist, als Gaugraf regiert haben.

Mit dem Abschluss der Völkerwanderung zog auch das Christenkreuz als Sieger über das Heidentum in unsere Länder. In der Zeit Karls des Großen setzte eine große Rodetätigkeit hierzulande ein, die teilweise bis ins späte Mittelalter andauerte. Die Ortschaften mit der Endsilbe ".....rod" erinnern uns an diese Zeitepoche.

Jedenfalls nach dem Vertrag von Verdun 06.08.843, also nach der Teilung des Frankenreichs unter den drei Söhnen Ludwigs des Frommen (Luxemburg fiel hierbei zu Mittelfranken an Lothar I), waren die meisten Dörfer Luxemburgs, so klein sie auch waren, gegründet, obwohl oft diesbezügliche Urkunden und Akten gänzlich fehlen und keine Landkarte aus alter Zeit ihre Namen trägt.

Mit dem Erwerb des "Castellum Lucilinburhuc" durch den Ardenner Grafen SIGFRID entwickelte sich dann eine eigenständige Grafschaft (963 - 1433, ab 1354 zum Herzogtum erhoben) innerhalb des "Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation" (von 962 mit der Kaiserkrönung Ottos I bis 1806 als Franz II der deutschen Kaiserwürde entsagte). Die späteren Herrschaften bis zum Einmarsch der Franzosen (1795) und der Bildung des Großherzogtums Luxemburg (laut Schlußakte des Wienerkongresses am 9.6.1815) kennen wir aus unserer Nationalgeschichte.

Soweit zur allgemeinen geschichtlichen Entwicklung unserer Dörfer in rudimentären Zügen. In Kurzform wollen wir auch die Geschichte der einzelnen Sektionen darstellen.

 

macommune.lu
© Administration Communale de Mersch